Programm
Feuerflug
Mi, 11.11.2026, 19:30
Schlachthof Wiesbaden
Bevor Klassik im Klub+ im Herbst 2027 mit dem ersten Festival startet, stellen sich die beiden künstlerischen Leiterinnen Yona Sophia Jutzi und Katerina Moskaleva nun mit einem Auftaktkonzert „Feuerflug“ künstlerisch vor. Gemeinsam mit ihren international ausgezeichneten Ensembles Davidoff Trio und threeSOUND entwickeln sie einen außergewöhnlichen Konzertabend, in dessen Zentrum die Idee von Verwandlung und Aufbruch steht.
Das Programm entwickelt sich von Philippe Gauberts farbenreicher Klangwelt über Francis Poulencs lebendige musikalische Sprache bis hin zu Kelly-Marie Murphys explosivem Give Me Phoenix Wings to Fly. Als besonderer Höhepunkt erklingt schließlich die eigens für diesen Abend arrangierte Suite Der Feuervogel von Igor Strawinsky, die von beiden Ensembles gemeinsam mit dem Schlagzeuger Lukas Böhm und dem Tanzensemble MOVƎ aufgeführt wird. Musik wird hier nicht nur gehört, sondern gerät in Bewegung – und hebt schließlich zum Feuerflug ab.
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Philippe Gaubert (1879–1941)
Trois Aquarelle
threeSOUND
Elisabeth Nilsson, Flöte
Raquel Rivera Novillo, Violoncello
Katerina Moskaleva, Klavier -
Francis Poulenc (1899–1963)
Klaviersonate zu 4 Händen, FP8
Yona Sophia Jutzi & Katerina Moskaleva
Klavier
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Kelly-Marie Murphy (*1964)
Give me phoenix wings to fly
Davidoff Trio
Johannes Wendel, Violine
Christoph Lamprecht, Violoncello
Yona Sophia Jutzi, Klavier -
Igor Strawinsky (1882–1972)
Der Feuervogel – Suite
Davidoff Trio
threeSOUND
Lukas Böhm, Schlagwerk
Tanzensemble MOVE
Sandra Domnick, Manuel Gaubatz, Maria Kobzeva
Eintritt im Vorverkauf
20 Euro*
*Vorverkauf zzgl. Gebühren über schlachthof-wiesbaden.de bzw. Reservix.
Im Ticket ist das RMV-KombiTicket enthalten. Es berechtigt zur Hinfahrt ab fünf Stunden vor Veranstaltungsbeginn und zur Rückfahrt bis Betriebsschluss mit Bus und Bahn im gesamten RMV-Gebiet.
Abendkasse: 25 Euro
Ermäßigt: 10 Euro
Einlass: 19 Uhr
Davidoff Trio
Das Davidoff Trio, gegründet 2021 in Mainz, gilt als eines der interessantesten aufstrebenden Klaviertrios der europäischen Kammermusikszene.
Regelmäßig auf internationalen Bühnen präsent, gastierte es u. a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Brixen Classics Festival, dem Festival Musikdorf Ernen und dem Swiss Chamber Music Festival Adelboden. Im April 2025 gewann das Trio den renommierten Parkhouse Award in London und erhielt darüber hinaus zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, zuletzt u. a. bei der Osaka International Chamber Music Competition 2026, beim Internationalen JOSEPH JOACHIM Kammermusikwettbewerb 2025, beim internationalen Gianni Bergamo Classic Music Award 2024 sowie den Folkwang Preis und den Walbusch-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland.
Für die Saisons 2025–2027 wurde das Trio zum Ensemble in Residence des ProQuartet – Centre Européen de Musique de Chambre in Paris ernannt. Zudem ist das Ensemble Stipendiat der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung und wird von der Walter-Kaminsky-Stiftung und der Manfred und Ursula Müller-Stiftung gefördert. Konzertmitschnitte wurden mehrfach international im Radio übertragen, zuletzt im Programm von SRF Kultur und WDR3.
Das Trio studiert derzeit an der Folkwang Universität der Künste Essen im Konzertexamen bei Thomas Hoppe sowie am Internationalen Institut für Kammermusik der Escuela Superior de Música Reina Sofía Madrid, wo es bis zuletzt von Günter Pichler ausgebildet wurde. Wesentliche künstlerische Impulse erhielt es außerdem durch Konstantin Heidrich, Andreas Lehmann, Luc-Marie Aguera und Yovan Markovitch.
Mit dem Anliegen, klassische Musik durch innovative Konzertformate und ungewöhnliche Konzertorte einem breiten Publikum zugänglich zu machen, eröffnete das Trio im Januar 2025 eine interdisziplinäre Konzertreihe (unterstützt u. a. durch das #MusikerZukunft-Stipendium der Deutschen Orchesterstiftung) in der beliebten Mainzer Bar „Nirgendwo“, die klassische Musik mit Jazz und Lyrik verbindet.
Auftritte in 2026 führen das Trio quer durch Deutschland, nach Spanien, England, Italien, Finnland sowie Japan und umfassen Highlights wie das Debüt mit Beethovens Tripelkonzert in der Philharmonie Essen und ein Rezital in der Wigmore Hall.
threeSOUND
Das internationale Kammermusikensemble threeSOUND vereint drei herausragende Solistinnen und Orchestermusikerinnen zu einer außergewöhnlichen Besetzung aus Flöte, Cello und Klavier. Die schwedisch-deutsche Flötistin Elisabeth Nilsson, die spanische Cellistin Raquel Rivera Novillo und die russische Pianistin Katerina Moskaleva fanden über ihre gemeinsamen Studienwege an führenden deutschen Musikhochschulen zueinander. Ihre unterschiedlichen kulturellen Wurzeln prägen die künstlerische Identität des Trios, das sein Zusammenspiel selbst als die harmonische Synthese aus „russischer Seele, schwedischer Gelassenheit und spanischem Temperament“ beschreibt.
Die Kernphilosophie von threeSOUND liegt im bewussten Aufbrechen traditioneller Genregrenzen der klassischen Kammermusik. Das Repertoire des Ensembles erstreckt sich von anspruchsvoller Originalliteratur der Klassik und Hochromantik bis hin zu zeitgenössischen Werken und populären, hochemotionalen Arrangements aus der Welt der Filmmusik. In ihren Programmen verbinden die drei Musikerinnen klassische Meisterwerke von Joseph Haydn und Johann Nepomuk Hummel oder Kompositionen bedeutender Romantikerinnen wie Fanny Mendelssohn mit modernen Klängen. Mit diesem vielseitigen und nahbaren Konzept gastiert das Trio regelmäßig im Rahmen regionaler Kulturreihen und etablierter Werkstattkonzerte, bei denen sie ihr Publikum durch Virtuosität und stilistische Offenheit begeistern.
Hinter dem Ensemble stehen drei individuell hocherfolgreiche Künstlerinnen der europäischen Musikszene. Die Flötistin Elisabeth Nilsson ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe und konzertiert regelmäßig mit skandinavischen Spitzenorchestern wie den Königlichen Filharmonikern Stockholm. Die Cellistin Raquel Rivera Novillo, Absolventin der UdK Berlin, blickt auf Engagements an den Staatstheatern in Wiesbaden und Erfurt zurück, stand bereits auf den Bühnen der Berliner sowie der Elbphilharmonie und arbeitet genreübergreifend mit internationalen Popstars wie Michael Bublé zusammen. Das orchestrale Fundament bildet die in Wladiwostok geborene Pianistin Katerina Moskaleva, die als Solistin sowie mit ihrem mehrfach preisgekrönten Klavierduo „TWO4PIANO“ internationale Erfolge feiert und unter anderem für den renommierten Musikpreis OPUS Klassik nominiert war. Gemeinsam bündeln die drei Musikerinnen ihre solistische Brillanz und Orchestererfahrung zu einem unverwechselbaren Trio-Klang.
Lukas Böhm
Lukas Böhm ist Schlagzeuger, Hochschulprofessor und Initiator künstlerischer Projekte. Der in Flensburg geborene Musiker agiert genreübergreifend in zeitgenössischen Ensembles, renommierten Orchestern, als Solist und künstlerischer Direktor.
Der internationale Durchbruch gelang ihm gemeinsam mit Schlagzeugvirtuosin Ni Fan als Duo DoubleBeats. Das Ensemble verbindet eigene Arrangements klassischer Werke mit Auftragskompositionen unterschiedlicher Genres und wurde dafür u. a. mit dem 1. Preis des Universal Marimba Competition Belgium 2017, dem 1. Preis und diversen Sonderpreisen des 19th OSAKA International Music Competition 2018 in Japan sowie dem Ritter-Preis für „außergewöhnliche Leistungen auf dem Gebiet der Interpretation“ ausgezeichnet. Konzertreisen und Gastdozenturen führen durch Europa, Asien, die USA, Kanada und Südamerika.
Künstlerisch repräsentiert Böhm ein außergewöhnlich breites Tätigkeitsprofil. Als Orchesterschlagzeuger ist er zu Gast bei den Berliner Philharmonikern, den Rundfunkorchestern Berlins und den Opernhäusern von Hamburg, Stuttgart und Berlin. Als Solist wurde er begleitet durch die Nürnberger Symphoniker, das Züricher Kammerorchester, die NDR Radiophilharmonie Hannover und die Akademie für Alte Musik. Als Kammermusiker trat er mit internationalen Größen wie Martha Agerich, Igor Levit, Chen Reiss, Kolja Blacher, Daniel Hope und Jens-Peter Maintz auf. Eine enge musikalische Freundschaft verbindet ihn mit dem Schlagzeugsolisten Alexej Gerassimez.
Lukas Böhm ist Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Zuvor hatte er eine Professur an der Hochschule für Musik Dresden inne und lehrte im Studienjahr 2023/2024 als Fulbright-Stipendiat im Rahmen einer Gastprofessur an der University of Massachusetts in den USA. Zusätzlich forscht er am European Doctoral College über kammermusikalisches Repertoire für Schlaginstrumente.
Er studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin sowie als Stipendiat der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Seine Leistungen wurden gewürdigt durch Förderpreise und Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Deutschen Stiftung Musikleben, der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, der Ensemble Modern Akademie u. v. m.
Er ist künstlerischer Leiter des Bundesjugend-Percussionensembles bundesbeat und wird als Endorser von den Firmen Yamaha und Meinl ausgestattet.
Tanzensemble MOVE
Sandra, Manuel und Maria haben zusammen an der HfMDK Frankfurt studiert. Schon während ihres Studiums wirkten sie gemeinsam in einigen Tanzstücken mit. Nach dem Studium entwickelten sie sich individuell weiter und arbeiteten trotzdem weiterhin zusammen, so zum Beispiel beim Electric Dance Theater, bei der YourDanceAgency, den Movement Sessions Frankfurt und dem Junior Ballett Frankfurt. Dabei konnten sie unterschiedliche Herkünfte, Stile und künstlerische Ausdrucksformen zusammenbringen.
Sandra Domnick ist freiberufliche Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin. Sie schloss ihr Studium an der Akademie der Darstellenden Künste in Moskau mit einem Ballettdiplom ab und absolvierte anschließend an der HfMDK Frankfurt einen Bachelor of Arts. Als Tänzerin und Performerin wirkte Sandra in den vergangenen Jahren in den Stücken „HERTOPIA“, „COLOSSEUM ESC“ und „Maybe We’ll See“ mit. Als Choreografin ist sie beim Electric Dance Theater sowie bei der YourDanceAgency und den „Frankfurter Spatzen“ tätig. Sandra arbeitet mit zahlreichen Künstler:innen und Institutionen zusammen, darunter das Zentrum Junger Tanz im Mousonturm und die Dresden Frankfurt Dance Company. Sie arbeitet gerne interdisziplinär und legt großen Wert auf die Zugänglichkeit von Tanz. Als Tanzpädagogin unterrichtet sie an mehreren Schulen und Kitas in Frankfurt und Umgebung sowie bei den Movement Sessions Frankfurt.
Manuel Gaubatz ist Tänzer, Choreograf, Tanzpädagoge und Schauspieler in Frankfurt am Main. Er studierte Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und ergänzte seine Ausbildung durch Schauspieltrainings, unter anderem in der Meisner-Technik und Susan Batson Character Work. Als Tänzer arbeitete er für die Black Box Dance Company in Dänemark sowie an der Oper Frankfurt und weiteren Staats- und Stadttheatern. Seit 2018 ist er Mitglied des Electric Dance Theater Frankfurt. Darüber hinaus entwickelt er eigene choreografische und interdisziplinäre Projekte. Seine Tanzfilme „Leben“ und „The Book I Will Never Write“ wurden auf nationalen und internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet. Seit 2021 ist er Tanzpädagoge für die Dresden Frankfurt Dance Company. 2022 gründete er die Agentur YDA – YourDanceAgency für kreative Projekte, Choreografien, Shows und künstlerische Konzepte.
Maria Kobzeva wurde in St. Petersburg geboren und studierte an der Vaganova-Ballettakademie. Nach ihrem Abschluss 2014 trat sie dem SPBT-Theater bei und ging weltweit auf Tournee. Um ihr Bewegungsrepertoire zu erweitern, studierte sie anschließend zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für darstellende Kunst Frankfurt, wo sie mit verschiedenen Choreograf*innen sowie Musik- und Schauspielstudierenden interdisziplinäre Projekte entwickelte. Sie schloss 2018 mit dem Alix-Steilberger-Preis ab und absolvierte ein Praktikum beim Hessischen Staatsballett, bevor sie sich für eine freiberufliche Laufbahn entschied. Seitdem umfasst ihr choreografisches Schaffen Solo-, Duo- und Gruppenstücke, Theaterproduktionen und Filmarbeiten; sie erhielt Publikumspreise beim SoloDuo (Köln) und zweimal beim Solo Coreográfico (Frankfurt). Mit ihrer letzten Produktion COLOSSEUM ESC begann sie, partizipative und interaktive Formate zu erforschen, die das Publikum aktiv in die Performance einbeziehen. Parallel zu ihrer choreografischen Arbeit ist Maria seit Jahren in der Tanzvermittlung tätig.